Die Stadt Waiblingen erstellt eine Entwurfsplanung zur Vorbereitung eines Baubeschlusses zur Erstellung eines Flusspferdgeheges an der Rems
Begründung: Seit mehr als 20 Jahren leben in der Talaue schottische Hochlandrinder. Um einer Vereinsamung dieser Tiere entgegenzuwirken, soll eine Population von Flusspferden (Hippopotamus amphibios) im Bereich der Talaue angesiedelt werden. Die Pflanzenfresser unterstützen den allgemeinen Trend zu veganer Ernährung und können aktiv zur Grünpflege im Landschaftspark Talaue beitragen, was die schottischen Hochlandrinder entlasten würde. Eingebettet in den zur Remstalgartenschau teilweise neu gestalteten und renaturierten Uferbereich zwischen Kunstlichtung und Skaterpark wird das Flusspferdgehege zur neuen touristischen Attraktion im Remstal (Busparkplätze könnten in Erweiterung des Hallenbad-parkplatzes angelegt werden) und löst so Mehreinnahmen aus für die bereits vorhandene Gastronomie (Hallenbadrestaurant und Biergarten an der Spielgolfanlage). Der seit Jahren immer wieder diskutierte Plan, Waiblingen zum Hochschulstandort zu machen, könnte durch die Gründung einer Fachhochschule zur Erforschung der Flusspferdwissenschaften (Hippopotomologie) konkretisiert werden. Da auch Stuttgart aktuell im Rahmen einer Bauvoranfrage ein Flusspferdgehege am Neckar auf Höhe der Wilhelma projektiert, könnte sich interessante Synergien ergeben:
Ein gemeinsames Zuchtprogramm könnte mittelfristig durch den Verkauf der Jungtiere an andere Zoos den Waiblinger Haushalt maßgeblich entlasten und zur Gegenfinanzierung des Projekts beitragen.
Stellungnahme der Verwaltung:
Die Stadtverwaltung begrüßt den vorliegenden Antrag zur Einrichtung eines Flusspferdgeheges in der Talaue. Nach eingehender Prüfung der Vorschläge möchten wir wie folgt Stellung nehmen:
1. Touristische Attraktivität und Umweltaspekte:
Die Idee, Flusspferde als Symbiosepartner der schottischen Hochlandrinder einzusetzen, eröffnet vielversprechende Möglichkeiten. Die Tiere könnten nicht nur einen innovativen Beitrag zur Grünpflege leisten, sondern durch ihre imposante Erscheinung die touristische Anziehungskraft Waiblingens erheblich steigern. Zur Unterstützung der touristischen Ausrichtung wird geprüft, ob ein interaktives “Hippo-Erlebniszentrum” mit vegan-inspirierter Gastronomie und einem Nachhaltigkeitslabor eingerichtet werden kann.
2. Fachhochschule für Hippopotamologie:
Die Gründung einer Fachhochschule für Flusspferdwissenschaften (Hippopotamologie) wird als innovativer Ansatz für Waiblingen gesehen, um die Stadt als Bildungs- und Forschungsstandort zu profilieren. Denkbare Schwerpunkte umfassen “Ökosystempflege durch Großsäuger”, “Klimaschutz durch Flusspferde” sowie “Aquatische Landschaftsökologie im urbanen Raum”. Die Stadtverwaltung wird in Kürze Gespräche mit potenziellen Partnerhochschulen aufnehmen.